Ein Mediendesigner ist eine Fachperson, die visuelle und interaktive Inhalte für digitale und analoge Medien konzipiert, gestaltet und technisch umsetzt. Er verbindet Kreativität mit Technik und sorgt dafür, dass Botschaften klar, ansprechend und funktionsfähig erscheinen.
Dieser Beitrag richtet sich an Interessierte in der Schweiz: Auszubildende, Quereinsteiger, Studierende und Personalverantwortliche. Ziel ist es, einen klaren Überblick zu geben, welche Mediendesigner Aufgaben typisch sind, welche Ausbildung notwendig ist und wie Mediengestaltung im Schweizer Arbeitsmarkt eingeordnet wird.
In der digitalen Wirtschaft, in Agenturen und in Unternehmen mit Marketing- oder Produktteams spielt der Beruf Mediendesigner eine zentrale Rolle. Er schafft Interfaces für Websites, Content für Social Media, Drucksachen und bewegte Bilder und arbeitet dabei eng mit Entwicklerinnen, Marketingfachleuten und Projektleitungen zusammen.
Das folgende Dokument ist gegliedert in konkrete Aufgaben und Arbeitsbereiche, die beruflichen Voraussetzungen sowie Karriere‑ und Gehaltsaspekte mit Beispielen aus dem Umfeld in der Schweiz. So erhalten Leserinnen und Leser eine praxisnahe Orientierung zum Thema Was macht ein Mediendesigner?
Was macht ein Mediendesigner?
Ein Mediendesigner entwickelt visuelle Lösungen für Marken und Produkte. Er arbeitet von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt. Die Aufgaben reichen von Konzeption über Gestaltung bis zur Umsetzung. Dieser Abschnitt zeigt typische Mediendesigner Aufgaben in der Schweiz und erklärt, wie sie in Webdesign, Printdesign, Motion Design und UX/UI-Arbeit zusammenlaufen.
Überblick über Aufgaben und Verantwortungen
Zu den Hauptaufgaben gehört die Konzeption visueller Konzepte nach Briefing, Zielgruppenanalyse und CI-Vorgaben. Gestaltung umfasst Layouts, Grafiken, Icons und Bildbearbeitung.
Die Umsetzung umfasst druckfähige Dateien, responsive Weblayouts und Prototypen. Testing prüft Usability, Barrierefreiheit und technische Kompatibilität.
Projektmanagement gehört ebenfalls dazu: Zeitpläne abstimmen, Budgets im Blick behalten und Arbeitsprozesse dokumentieren.
Typische Arbeitsbereiche: Web, Print, Motion und UX/UI
Im Webbereich erstellt der Mediendesigner responsive Seiten, Landingpages und Interaktionsdesign. Basiskenntnisse in HTML/CSS helfen bei der Übergabe an Entwickler.
Printdesign umfasst Corporate Design, Broschüren, Plakate und Verpackungen. Farbmanagement und Druckvorstufe sind essenziell.
Beim Motion Design entstehen Animationen, Intros und Social-Media-Videos. Storyboarding und Timing sind wichtige Fertigkeiten.
Als UX UI Designer Schweiz arbeitet er mit Personas, Wireframes und Prototypen in Tools wie Figma oder Adobe XD. Usability-Tests und Informationsarchitektur runden das Feld ab.
Zusammenarbeit mit Kunden, Entwicklern und Marketingteams
Mediendesigner übersetzen Kundenanforderungen in visuelle Konzepte. Sie moderieren Workshops und präsentieren Entwürfe verständlich.
Die Schnittstelle zur Entwicklung erfordert klare Spezifikationen, Design-Systeme und asset-gerechte Übergaben. Enge Abstimmung verbessert responsive Implementierungen.
Mit Marketingteams werden Kampagnen, Content-Planung und Social-Assets abgestimmt. Kenntnisse in SEO und Performance helfen bei der Wirkungserzielung.
Beispiele aus dem Schweizer Arbeitsumfeld
Agenturen in Zürich, Basel und Genf kombinieren oft Corporate- und Digitalprojekte und arbeiten international. KMU und Startups suchen Allrounder für Branding, Webauftritte und Marketingmaterialien.
Öffentliche Institutionen und Verlage verlangen oft barrierefreie Lösungen und stringente Corporate Identity. Typische Projekte sind Website-Relaunches, Jahresberichte für Schweizer Firmen und Motion-Design für Produktvideos.
Berufliche Voraussetzungen und Ausbildung für Mediendesigner in der Schweiz
Wer in der Schweiz als Mediendesigner arbeiten will, findet mehrere Bildungswege. Die Wahl zwischen praxisnaher Berufslehre und vertiefendem Studium beeinflusst Karrierechancen und Aufgabenfelder. Lokale Angebote wie die Zürcher Hochschule der Künste oder die Fachhochschule Nordwestschweiz zeigen typische Wege auf.
Formale Ausbildungen: Berufslehre, Fachhochschule und Weiterbildungen
Die Mediendesign Lehre führt häufig zur eidgenössischen Berufsmaturität und zum EFZ als Mediengestalter/-in Digital und Print. Diese Ausbildung verbindet Betriebspraxis mit schulischer Theorie.
Ein Studium an einer Fachhochschule Design Schweiz bietet vertiefte Module in Interaction Design, Kommunikation und Forschung. Absolventinnen und Absolventen erhalten ein breites Fundament für komplexe Projekte.
Für Spezialisierung sind CAS, DAS oder MAS in UX, Motion Design oder Typografie nützlich. Solche Weiterbildungen verbessern die Chancen bei Agenturen und Unternehmen.
Wichtige Fähigkeiten: Gestaltung, Typografie, Bildbearbeitung und technisches Know‑how
Visuelle Gestaltung bleibt zentral. Farbtheorie, Komposition und Markenbildung prägen das tägliche Gestalten. Typografie entscheidet über Lesbarkeit und Hierarchie.
Bildbearbeitung umfasst Retusche, Compositing und Farbkorrektur. Kenntnisse in Photoshop und Lightroom sind praktisch unverzichtbar.
Technisches Know‑how erweitert das Portfolio. HTML/CSS-Grundlagen, responsive Prinzipien und Druckvorstufe erleichtern die Zusammenarbeit mit Entwicklerteams.
Soft Skills wie Kundenkommunikation, Zeitmanagement und Teamarbeit runden die Skills Mediendesigner ab.
Softwarekenntnisse und Tools, die häufig verwendet werden
Adobe Creative Cloud bleibt Standard. Photoshop, Illustrator, InDesign, After Effects und Premiere Pro decken Bild, Layout und Motion ab.
Für UI- und Prototyping-Arbeiten nutzen Designer Figma, Adobe XD oder Sketch. Webflow und Framer helfen beim visuellen Aufbau von Websites.
Projektarbeit erfordert Kollaborationstools wie Slack, Trello oder Notion. Grundkenntnisse in Git erleichtern den Austausch mit Entwicklerinnen und Entwicklern.
Fotografie- und 3D-Tools wie Lightroom oder Cinema 4D kommen bei Bedarf zum Einsatz.
Portfolioaufbau und Bewerbungstipps für den Schweizer Markt
Ein starkes Portfolio enthält 8–12 Projekte mit klaren Beschreibungen: Briefing, Rolle, Prozess, Ergebnis und eingesetzte Tools. Diese Struktur zeigt Arbeitsweise und Ergebnisorientierung.
Das Portfolio Mediendesigner Schweiz sollte online verfügbar sein. Eine eigene Website plus PDF für Bewerbungen ist empfehlenswert. Schnelle Ladezeiten und responsive Design sind wichtig.
Lokale Anpassung erhöht die Trefferquote. Mehrsprachige Präsentationen (DE/FR/IT) und Referenzen aus der Schweiz erhöhen die Relevanz für Arbeitgeber in Zürich, Bern oder Basel.
Bewerbungsunterlagen bleiben knapp und präzise. Lebenslauf, Motivationsschreiben und klare Angaben zur Verfügbarkeit zeigen Professionalität.
Karrierewege, Gehaltsperspektiven und Branchen, in denen Mediendesigner arbeiten
Der klassische Karrierepfad führt häufig vom Junior Designer über Senior Designer bis hin zu Art Director und Creative Director in Agenturen. Alternativ spezialisieren sich viele auf UX/UI, Motion Design, Brand Design oder Frontend-Design. Andere wechseln in Produktmanagement, Digital Marketing, arbeiten freiberuflich oder gründen eine eigene Agentur.
Weiterbildungen wie ein Master, UX-Zertifikate, Kurse zu Prototyping oder Projektmanagement (zum Beispiel Scrum) erhöhen die Aufstiegschancen. Wer technische Kenntnisse mit Design kombiniert, verbessert seine Jobchancen Mediendesign deutlich und öffnet Türen zu höheren Positionen.
Zum Thema Mediendesigner Gehalt Schweiz: Einstiegsgehälter variieren je nach Region und Ausbildung. Fachhochschulabsolventen starten meist höher als Lehrabsolventen. Im Mid- und Senior-Level bringen Spezialisierungen wie UX/UI oder Technical Design oft bessere Löhne. Für aktuelle Zahlen sind lokale Lohnstudien und Stellenportale wie jobs.ch oder Indeed Schweiz empfehlenswert.
Branchen Mediendesigner sind breit gefächert: Werbe- und Digitalagenturen, Tech- und Softwarefirmen, Medienhäuser, Industrie, Handel sowie öffentlicher Sektor und NGOs. Markttrends zeigen eine wachsende Nachfrage nach UX/UI-Designern, Motion-Designern für Social Content und Designern mit Frontend-Know-how. Remote- und Hybrid-Arbeit sowie projektbezogene Freelance-Tätigkeiten sind in der Schweiz zunehmend üblich.







